Für ein Tochterunternehmen aus dem ThyssenKrupp Konzern, der LiftEquip GmbH Elevator Components, einem Zulieferer von Aufzugskomponenten für mittelständische Aufzugsunternehmen ohne eigene Fertigung, habe ich diesen Auftritt im Kern als Content Management Lösung konzipiert. Zum Einsatz kam das lizenzfreie Opensource Content Management System TYPO3.
Durch die internationale Ausrichtung des Unternehmens war die Anforderung ein mehrsprachiger Auftritt in deutsch und englisch. Eine besondere Herausforderung an die Strukturierung des Angebots war das über 1 GB umfassende Angebot an sensiblen Dokumenten, die einer geschlossenen Nutzergruppe der Website zur Verfügung gestellt werden sollen. Diese umfassen inhaltlich Anfrageblätter, Kapitel aus dem Technikkatalog, Produktdokumentation, CAD Zeichnungen, Prüfbescheinigungen, Betriebsanleitungen, Montageinformationen und mehr. Die meisten der textlastigen Dokumente liegen als PDF vor und werden zusammen mit dem übrigen Websiteinhalt durch die Volltextsuche indiziert und für den Besucher der Website suchbar gemacht.
Der Zugriff auf die Dokumente erfolgt über einen per Login geschützten Bereich. Jeder einzelne Download wird vom Server geprüft, nach Benutzerrechten ausgewertet und entsprechend freigegeben oder zurück gewiesen. Die Dokumente liegen am Server physikalisch außerhalb eines über eine normale URL zugängliche Verzeichnis und werden ausschließlich über den Freigabemechanismus transportiert. Ein Missbrauch der Daten durch ein simples Erraten einer Dateiadresse ist dadurch ausgeschlossen.
In einem aktuellen Ausbauschritt sind wir seit Sommer 2007 dabei die Inhalte und Dienste innerhalb der geschlossenen Nutzergruppe zu erweitern. Im Zuge der konzernweiten Umstellung auf einen papierlosen Geschäftsbetrieb ist es notwendig geworden, eine Schnittstelle zwischen SAP und dem Webauftritt unter TYPO3 zu bilden. So werden künftig in einer zyklischen Replikation die Daten aus Geschäftsvorfällen von SAP in die unter TYPO3 von mir konzipierte und entwickelte Anwendung importiert und den Kunden von LiftEquip zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem eigentlichen digitalen Kerndokument werden flankierende technische Dokumentanhänge in Dateiform transportiert. Ein internes Versionierungssystem löst den Änderungsverlauf einzelner Dokumente über die Historie eines Projekts auf. Automatische Lesebestätigungen melden die Zustellung an SAP zurück und Überwachungsmechanismen mit Erinnerungsfunktionen per E-Mail stellen die Zustellung zum Kunden sicher, bzw. halten die Sachbearbeiter über unbestätigte Dokumente auf dem Laufenden, damit im Notfall manuell eingegriffen werden kann.
Über verschiedene Werkzeuge kann der Kunde seine Änderungswünsche und Anmerkungen zu Auftragsdokumenten an LiftEquip zurück melden.